Schriften — Vorschau
schriften auf teyeger.de
Sechs Schriften, wie sie tatsächlich aussehen — und für jede die einzige Frage, die noch offen ist. Diese Seite liegt im Shop, damit die Markenschriften hier wirklich laden.
Diese drei Fragen sind bisher als eine behandelt worden. Weil A immer mit ja beantwortet wird, endete das Gespräch dort — und B und C blieben jedes Mal offen. Beim nächsten Hinsehen wirkte das wie ein neues Problem und war jedes Mal dasselbe unerledigte.
brilliant cut pro Cartier · B offen
ÜBER 20 CARTIER-FASSUNGEN ZUR ANPROBE IM QUADRAT F2,4
- Herkunft
- Hausschrift von Cartier, im Handel nicht erhältlich, geliefert von Kering Eyewear DACH. Das Originalpaket liegt zweimal in der Dateiablage, je rund 3,1 MB.
- Im Einsatz
- Live auf /pages/cartier-maison über einen eigenen Block im Seitenkörper, Überschriften in Versalien mit gesperrter Laufweite. Zusätzlich im Entwurf auf der Startseite.
- Das Problem
- A ist keins — hier hat der Vorstand vollständig recht, Kering schreibt die Schrift vor und hat sie geliefert. Offen ist nur B, und dazu gibt es einen Hinweis, der erst beim Nachsehen auffällt: Das gelieferte Paket heißt seinem Dateinamen nach engraving fonts. Die Bereitstellung war dem Namen nach für Gravur gedacht. Das ist kein Verbot, es ist genau die Lücke.
- Empfehlung
- Bleiben. Eine schriftliche Bestätigung von Kering einholen und zur Akte nehmen, Ablage auf die zwei geladenen Dateien reduzieren.
fancy cut pro Cartier · B offen
Die Gläser fertigen wir nach Maß; Übergabe meist nach 7 bis 10 Werktagen, Nachjustierung jederzeit im Quadrat F2,4.
- Herkunft
- Dieselbe Lieferung wie Brilliant Cut Pro, in den Cartier-Digitalvorgaben als Fließtextschrift benannt.
- Im Einsatz
- Live auf /pages/cartier-maison für Fließtext und Listen, zusätzlich im Entwurf auf der Startseite.
- Das Problem
- Untrennbar von Brilliant Cut Pro und identisch gelagert. Eigen ist nur die Menge: Die Fancy-Cut-TTF-Dateien sind mit 130 bis 145 KB je Datei die größten Einzelposten der Cartier-Ablage — und keine Seite lädt sie.
- Empfehlung
- Bleiben, gemeinsam mit Brilliant Cut behandeln. Eine Antwort erledigt beide.
gotham MOSCOT · A und B offen
MOSCOT SEIT 1915 — 5 GENERATIONEN, JETZT IN MANNHEIM
Fünf Generationen, 111 Jahre, ein Familienunternehmen aus der Lower East Side — Gotham Book im Fließtext.
- Herkunft
- Tobias Frere-Jones für Hoefler & Co., im Handel erhältlich. Desktop- und Weblizenz sind dort zwei getrennte, jeweils kostenpflichtige Produkte. MOSCOT verwendet Gotham als Markenschrift.
- Im Einsatz
- Live auf /pages/moscot-maison in vier Dateien: Light, Book, Bold und Ultra. In der Ablage liegen über dreißig Gotham-Dateien, viele doppelt, darunter sämtliche Kursiven, die auf keiner Seite vorkommen.
- Das Problem
- Der einzige der sechs Einträge, bei dem selbst A unbelegt ist — wer die Dateien wann von wem bekommen hat, ist nirgends dokumentiert. Und B liegt anders als bei Cartier: Eine Marke kann ein Weblizenzrecht, das sie selbst nur für sich erworben hat, nicht ohne Weiteres weitergeben. Cartier verfügt über seine eigene Schrift, MOSCOT über Gotham nicht. Am unangenehmsten ist C: über dreißig öffentlich abrufbare Dateien in OTF und TTF — also in Formaten, die sich unmittelbar auf einem Rechner installieren lassen.
- Empfehlung
- Aufräumen sofort, das braucht niemandes Antwort. Rückfrage an MOSCOT. Ohne schriftliche Bestätigung bis zum Livegang läuft die MOSCOT-Seite auf Inter, und Gotham erscheint dort nur noch in Bildmotiven.
inter alles geklärt
Gleitsichtgläser, Blaulichtfilter und Sehtest: 45 Minuten für schärferes Sehen, Öffnungszeiten Mo–Sa.
- Herkunft
- Rasmus Andersson, SIL Open Font License. Frei für Print, Web, Einbettung und Weitergabe, ohne Rückfrage und ohne Nachweis.
- Im Einsatz
- Arbeitsschrift des Hauses. Im Theme über die Shopify-Schriftauswahl gesetzt, also liefert Shopify die Datei aus und nicht wir.
- Das Problem
- Keins, in allen drei Punkten. Zwei Sachfehler ohne Lizenzbezug bleiben festzuhalten: Die Überschriften stehen auf Regular statt auf Light, und der Fließtext wird auf Stärke 500 statt 400 gezwungen.
- Empfehlung
- Bleiben. Und eine Zeile im Regelwerk: Inter ist die einzige Schrift, die TEYEGER selbst ausliefern darf.
courier new löschen
Prüfprotokoll 03/2026: drei Dateien ohne Verwendung, zusammen über 3 MB — Löschung empfohlen.
- Herkunft
- Monotype nach der IBM-Courier von Howard Kettler, mitgeliefert mit Windows und macOS. Die Datei Courier.dfont ist ein macOS-Schriftkoffer, also unmittelbar aus einem Systemordner kopiert.
- Im Einsatz
- Nirgends. Geprüft wurden alle Seiten des Shops, alle Blogbeiträge und sämtliche eigenen Theme-Abschnitte — kein Treffer.
- Das Problem
- Rund drei Megabyte fremde Schriftdateien, öffentlich abrufbar, für nichts. Kein Verstoß mit Absicht, sondern der Rest eines Uploads, bei dem jemand einen ganzen Schriftordner mitgenommen hat.
- Empfehlung
- Löschen. Nichts muss ersetzt werden.
Der Beispielsatz läuft in der Courier deines eigenen Rechners — die Dateien aus der Ablage sind bewusst nicht geladen.
tangerine tg B offen
Unsere Tangerine steckt base64-eingebettet im Theme und lässt sich hier nicht getrennt laden — sie ist in der Artifact-Fassung dieser Übersicht zu sehen. Unten steht die kostenlose Google-Schrift gleichen Namens von Toshi Omagari, live von Google geladen. Der Vergleich beider Buchstabenformen entscheidet die ganze Frage.
Hamburgefonstiv 1996
Google Fonts · TrueType-Umrisse · SIL Open Font License. Unsere Datei im Theme ist ein WOFF mit CFF-Umrissen — ein Indiz, kein Beweis.
- Herkunft
- New Tropical Design Studio. Laut Markenregelwerk ausdrücklich nicht die Google-Schrift. Das Urheberrecht liegt beim Studio, TEYEGER hat eine Lizenz — deren Umfang bisher niemand im Haus belegt hat.
- Im Einsatz
- Als Zeichnung in den Logodateien — das ist der vereinbarte Weg. Und als echter Webfont: die vollständige Datei steckt in sections/teyeger-fonts.liquid und setzt per !important alle Überschriften h1 bis h6 auf sechzehn Seiten.
- Das Problem
- Nicht das Logo. Auf sechzehn Seiten läuft sie als Satzschrift für sechs Überschriftenebenen, und genau dafür ist die Weblizenz ungeklärt. Daneben ein gestalterischer Punkt, der schwerer wiegt: Eine Schreibschrift auf allen Überschriften widerspricht dem eigenen Regelwerk, das dort Inter Light vorsieht.
- Der Test
- Die Rechnung des Studios ansehen, gezielt nach web, webfont, font-face, server und pageviews. Steckt im Theme die Google-Fassung, ist die Frage gegenstandslos.
- Empfehlung
- Als Logozeichnung uneingeschränkt weiter. Als Webfont aus dem Theme nehmen, bis die Lizenz belegt ist.
die logo-frage
Der Einwand trifft. „Nur fürs Logo erlaubt, alles andere verboten" ergibt so keinen Sinn, weil der Satz zwei Dinge zusammenzieht, die nichts miteinander zu tun haben.
- Desktop
- Man installiert die Schrift auf dem eigenen Rechner, setzt das Wort, wandelt es in Pfade um und exportiert es als Vektorgrafik. In der fertigen Datei steckt danach keine Schrift mehr, sondern nur noch Linien. Die darf gedruckt, graviert, gestickt und auch als SVG auf eine Website gelegt werden — die Schriftdatei selbst bekommt nie jemand.
- Web
- Eine Website, die eine Schrift einbindet, übergibt die vollständige Datei an den Browser jedes einzelnen Besuchers. Das ist eine Weitergabe, keine Darstellung. Deshalb ist die Weblizenz bei kommerziellen Schriften ein eigenes Produkt. Sie ist nicht strenger als die Desktop-Lizenz, sie ist eine andere Sache.
- Antwort
- Beides, aber nicht in derselben Sache. Rechtlich offen ist nur, ob wir die Tangerine-Datei ausliefern dürfen — das betrifft die Überschriften auf sechzehn Seiten, nicht das Logo. Handwerklich ist das Logo als Vektor auch dann richtig, wenn die Lizenz alles erlaubte: Als Vektor sieht es in jedem Browser, in jeder Größe, im Druck und in der Prägung identisch aus. Als Webfont hängt es am Laden der Datei, zeigt solange eine Ersatzschrift, wird von der Rasterung des Browsers verändert und lässt sich von fremdem CSS verstellen. Eine Marke, die je nach Gerät anders aussieht, ist keine Marke mehr. Diese Regel bleibt stehen, egal wie die Lizenzfrage ausgeht.
was der vorstand entscheiden muss
- Tangerine TG wird bis zum Lizenzbeleg ausschließlich als Vektorzeichnung gesetzt, und die Überschriften der sechzehn betroffenen Seiten laufen solange auf Inter Light.
- Die beiden Rückfragen gehen diese Woche an Kering und an MOSCOT, und ohne schriftliche Antwort geht die MOSCOT-Seite nicht mit Gotham live.
- Die Schriftablage im Shop wird auf die tatsächlich geladenen Dateien reduziert — zwei für Cartier, vier für MOSCOT, alles Übrige raus.
- Die drei Courier-Dateien werden gelöscht, und die beiden Kering-Pakete wandern als Herkunftsbeleg in den internen Ordner und aus der öffentlichen Dateiablage heraus.
- Das Markenregelwerk bekommt ein Schriftregister: je Schrift Herkunft, Beleg für die Weblizenz mit Absender und Datum, Einsatzort und die abschließende Dateiliste. Keine neue Schrift geht ohne diese Zeile live.
Damit wird aus einer wiederkehrenden Diskussion ein Blick in eine Tabelle. Wer künftig eine Schrift einbaut, legt zuerst die Zeile an — keine Schrift ohne Zeile, keine Datei in der Ablage ohne Einsatzort.
Rechtliche Einordnungen sind Orientierung für die Entscheidung, keine Rechtsberatung. Diese Seite ist eine Wegwerfseite zur Ansicht und wird nach der Entscheidung gelöscht.